Cocco Santamuerte

Vita:

Geboren 1971 in Köln.
lebt und arbeitet in Köln

Ausbildung:

  • Malerausbildung
  • Sprayer und Grafitti-Künstler, street-art,
  • Autodidakt
  • Auslandsaufenthalte in Brasilien, Südafrika, Kuba, Spanien und Niederlande (Arbeit mit ortsansässigen Künstlern)

Ausstellungen:

  • 2015
    • Street Art Gallery, Kitzbühel, Austria
  • 2015
    • New York, Space in Arts
  • 2015
    • City Hall de Séoul, Korea
  • 2015
    • AEAF, Paris, France
  • 2015
    • Art Gallery the one, Cologne, Germany
  • 2015
    • Assion Art, Porsche centre, Koblenz, Germany
  • 2015
    • Relaunch Dorint Hotel Neuss, Germany
  • 2015
    • Gallery Kunstraub99, Cologne
  • 2015
    • Gallery Beauté du Matin Calme, Paris, France
  • 2015
    • ARTS 19, Paris, France
  • 2015
    • Gallery Bog-Art, Brussel, Belgium
  • 2015
    • regioart, Lörrach, Germany
  • 2015
    • Yang Hong Space Art Center, Peking, China
  • 2014
    • Assion Art, Porsche Center, Koblenz, Germany
  • 2014
    • Gallery Kunstraub99, Cologne, Germany
  • 2014
    • Internationale Kunsttage Endingen
  • 2014
    • Gallery Beauté du Matin Calme, Paris, France
  • 2014
    • Trinkhalle Kurpark Bad Neuenahr, Germany
  • 2014
    • Art Gallery the one, Cologne, Germany

Presse:

Eindeutigkeit und klare Perfektion ist nicht die Welt des in Köln lebenden Malers Cocco Santamuerte. Er stellt vielmehr Fragen, verknüpft in seiner unverwechselbaren dynamischen Malerei hoch gekonnt Sex, Crime und Religion mit Philosophie und knackigen Statements. Ein Bild ja, aber auch eine Collage in der einzelne Fragmente ein Stück Ewigkeit zu atmen scheinen. Offensichtlich ist der Begriff „Streeteffekt“ eine passende Assoziation und hinter der eher rohen Malerei werden in verschiedenen Erzählebenen Motive und Themen komprimiert, die die Menschheit schon seit Jahrtausenden beschäftigen. Hoffnung, Liebe, Schmerz und Vergänglichkeit sind die Stichworte, die zu hoch persönlichen Statements verwoben werden. So wird neben dem festen Vokabular von Augen, Totenschädeln, Skeletten und pornographischen Einblendungen mittels Graffiti und Zitaten ein Teppich gewoben, der das Potential des gemalten Bildes durch Wort und Schrift verstärkt oder in kurzen Statements ironisch unterläuft. Fast wie ein versteckter Schauspieler, mal schattenhaft mal klar erkennbar, folgt die Figur der mexikanischen Schutzheiligen, der Santa Muerte, den jeweiligen Bildmotiven. In anderen Werken ist auch mal der Meister der Zeit, der Tod, eindeutig als Totenschädel dazugestellt worden und stellt Fragen an die Betrachter.

Frauen und Männer, pralle Lust und Sinnsuche, werden in stark verschobenen Größenverhältnissen zum Blickfang der Bilder und sind zugleich auch Programm dieses ungewöhnlichen Malers. Glaube, Liebe und die vermeintliche eigene Bedeutsamkeit werden durch Stars und Sternchen mit einem sehr ungewöhnlichen bildlichen Begleitpersonal zum Stellvertreter für unsere nur zu menschlichen Bedürfnisse und Schwächen. Carpe Diem oder Wohlstand für alle, unterschrieben mit der chemischen Formel für LSD, deuten an, dass der Künstler Cocco Santamuerte den komplexen Spagat zwischen ernster Kommentierung des Lebens, Ironie und Humor wagt und mit großer Leichtigkeit zwischen diesen Motivbereichen vagabundiert. Wie in der Arbeit „Big dreams lost souls“ aus dem Jahr 2014 sind die Arbeiten seit 2010 in einer sehr dynamischen Handschrift und in Mischtechnik ausgeführt. Neben Versatzstücken aus der realen Werbewelt, wie Geldscheinen, Plakaten oder das Zitieren von Graffitis, verwendet der Künstler Kohle, Acryl, Sprühfarbe, Lackpainter und Transferdrucke. Diese Mischtechnik und der zu einem Markenzeichen gewordene Malstil, der die Leinwand zu einer Art Mauer macht, löst die erste Werkserie, sich eher klassischen Bildthemen in reiner Acrylmalerei widmete, ab. Viele Schichten der Übermalung und der Erneuerung werden kombiniert, wodurch dann aber auch die Bildaussage verdichtet wird. Offen für die Zufälle und zugleich glasklar in der Absicht – beides sind Kennzeichen für diese Malerei, bei der sowohl die schnelle Eingebung ebenso wie die längere Findung oder das blitzschnelle Agieren zu einem Bild führen kann.

Mit dem Jahr 2010 wird auch der Künstlername Cocco Santamuerte verwendet. Er ist typisch und passend für die persönliche Haltung des Malers, der zwischen der Welt mittelalterlicher Menetekel und der Punkkultur gerne die Sujets wechselt und unorthodox verknüpft. Als Privatperson bevorzugt der Künstler es aber, uneinschätzbar zu bleiben. Damit verbindet ihn und seine Bildwelt die Liebe zu Tabuthemen und die zu gelungenen Überraschungen. Die Zeit ist letztlich die Macht, die alle gleichschaltet. Cocco Santamuerte, Jahrgang 1971 Kind seiner Zeit mit typischen Helden aus Musik, Punkszene und Subkultur, wird nicht müde darüber zu berichten.

Text: Ute Kaldune

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